Joshua Morodion wird Deutscher Meister

Herzlichen Glückwunsch!!!!!
Der VfL Tegel hat nach 30 Jahren endlich wieder einen Deutschen Meister.
Er war zudem der jüngste Deutsche Meister seiner Altersklasse…
Joshua Morodion. Er hat das absolut Unfassbare wahr gemacht.
Doch nun Stück für Stück bis zu seinem Titel.

Den ersten Kampf gewann Joshi vorzeitig durch technische Überlegenheit mit 16:1 Punkten.
Auch im 2. Kampf zeigte er, wie stark er war. Dieser Kampf ging zwar über die volle Distanz – 4 Minuten, aber mit 11:2 Punkten sehr überlegen geführt.
Der 3. Kampf gegen Marten Scheel aus Lübtheen wurde wieder vorzeitig mit 16:0 Punkten beendet.
Nach der Mittagspause ging es gegen einen weiteren Kontrahenten aus Lübtheen. Jan-Lukas Block, der bei der Mitteldeutschen Meisterschaft knapp mit 4:4 Punkten gewann, wollte auch heute wieder Joshi besiegen. Joshi geriet in der 1. Runde in einen 0:1 Rückstand. Zur Pause wurde er nochmal richtig motiviert und er griff beherzt an, sodass er noch mit 1:3 Punkten gewann.
Der letzte Poolkampf ging gegen Erik Schweter aus WTB. Ein sehr eng geführter und spannender Kampf, den Joshi am Ende mit 6:3 für sich entschied und damit große Begeisterung auslöste. Finale!! Wahnsinn!! Seine erste Deutsche Meisterschaft und er stand direkt im Finale! Ein unbeschreibliches Gefühl! Joshis Worte direkt nach dem gewonnenen Kampf: “Mit Silber bin ich zufrieden.” Wir, voller Freude über den Finaleinzug und die sichere Medaille, machten ihm klar, dass er auch den Finalkampf gewinnen kann, wenn er seine Linie beibehält.
Dann kam es endlich zum absoluten Highlight! Joshua Morodion gegen Lukas Tomaszek aus Bayern. Schnell ging Tomaszek mit 2:0 in Führung. Joshi glich zum 2:2 aus, kassierte zur Pause aber noch eine 2-er Wertung. 2:4 für Tomaszek. Joshi sammelte in der Pause nochmal alle Kräfte…er wusste, dass hier etwas gehen kann…Nach der Pause marschierte er vorwärts und glich zum 4:4 aus. Er rang beherzt weiter und machte viel Druck. In den letzten 40 Sekunden holte sich Joshi eine weitere 2-er Wertung. 6:4 Führung. Jetzt hieß es: tief stehen und verteidigen…die Uhr lief runter…Joshi fing seinen Gegner nochmal ab..Die Halle tobte…Alle Berliner und Brandenburger zählten die letzten 10 Sekunden runter…. es war geschafft…! Joshua Morodion ist Deutscher Meister! Eine Hammer-Leistung!!!
Deutscher Meister bis 46Kg

In der 46Kg-Klasse trat auch unser Jan Beckmann an. Jan, der im 1. Kampf gegen Justin Herold ranmusste, rang hauptsächlich gegen sich selbst…Mit der 1. Aktion legte sich Jan auf den Rücken, konnte sich aber nochmal befreien. Anschließend riss Jan seinen Gegner an, aber statt die sichere Wertung zu holen, kam die berüchtigte “Beckmannsche Rolle” und er blieb darunter liegen…
Im 2. Kampf gegen Jan Lukas Block erlebten wir einen neuen, besseren Jan. Durch einen Beinangriff ging er zwar schnell in Rückstand von 0:4, aber jetzt fing Jan an zu ringen. Mit 2 schnellen 4er – Wertungen stand es 8:4 für Jan. Diese Führung konnte er lange halten, bis er kurz vor Schluss eine weitere 4 abgab und unglücklich mit 8:8 verlor und damit ausschied.

Kommen wir zur 50 Kg-Klasse mit Mick Schrauber.
Mick ging hoch motiviert in den Wettkampf. Er wollte unbedingt seine Medaille holen.
Im 1. Kampf gegen Quinten Butler aus Hessen ging es bereits heiß her. Ein Kampf auf Augenhöhe. Der glücklichere Ausgang mit 11:7 Punkten für Mick Schrauber. Der Anfang war gemacht. Der nächste Kampf ging gegen Deni Elembaev aus Nordbaden. Mick machte seinem Nachnamen alle Ehre und schraubte seinen Gegner über die gesamte Matte. Technische Überlegenheit mit 16:0 Punkten.
Gegen Alexander Rauch aus Südbaden wurde es wieder äußerst spannend. Diese beiden schenkten sich rein gar nichts. Mit 2:4 Punkten gewann Mick sehr knapp. Jetzt stand noch ein Kampf im Pool an. Das Poolfinale gegen Richard Schröder vom SV Luftfahrt Ringen war nicht zu gewinnen und Mick verlor mit 0:7 Punkten. Richard wurde im weiteren Verlauf Deutscher Meister. Finale um Platz 3 für Mick.
Lukas Königsberger vom TSV Westendorf aus Bayern stand Mick gegenüber und er begann mit guten Beinangriffen, die Mick nicht abwehren konnte. Zur Pause stand es 5:2 für Lukas. Die 2. Runde startete und Lukas sicherte sich eine weitere eins, indem er Mick nach außen zog. Bei dieser Aktion fiel Mick auf den Kopf. Die 2 Minuten Verletztenzeit nutzte Mick vollständig um sich ein wenig zu regenerieren. Er kämpfte weiter und feuerte sogleich einen Supplex (Wurf über die Brust) ab, der mit 4 Punkten belohnt wurde. Leider konnte Mick seinen Gegner nicht schultern und wurde stattdessen noch übertragen und gab 2 Punkte ab. 8:6 für Lukas, der sich eine weitere eins holte. Kurz vor Ende zog Mick noch einmal beherzt eine Spezialtechnik und bekam dafür leider nur eine 2, sodass er unsagbar knapp mit 9:8 verlor.
Ein harter Kampf, eine tolle Aufholjagd, doch leider reichte es nicht ganz. Am Ende ein grandioser, wenn auch recht unglücklicher 4. Platz.

Die Siegerehrung wurde mit Paquale Passarelli abgehalten. Diesen holten wir uns nochmal für Gruppenbilder ran. Ein lustiger Kerl! Er zeigte uns sogar seine originale Olympia-Medaille aus von 1984…Wahnsinn..

Zu erwähnen sind definitiv noch die Fahrer und Schlachtenbummler, die bereits geahnt haben, dass diese DM eine tolle Veranstaltung wird. Das erste Mal mit 3 Sportlern zu einer Deutschen Meisterschaft..Mit stolz geschwellter Brust reisten alle mit. Dieser Deutschen Meisterschaft ging eine langjährige Aufbauarbeit voraus, die sich nun auszahlte.
Mit dabei: Bettina Beckmann, Horst Schrauber, Katharina Kolodziej mit Tochter Amelie, Jugendwartin Nadine Gallios, Onkel Arek und Kassenchef Frank Krey.
Die Trainer M&M waren mit Stolz erfüllt. Ein unvergessliches Wochenende!

Autor: Manuel Fuentes