30. Ringerfestival im Sportpalast

Der Pfingstcup 2015 bleibt in Berlin

2015 - PfingstCupDas 30 Internationale Ringerfestival am 23. und 24. Mai 2015 im Sportpalast Tegel eröffnete Reinickendorfs Bürgermeister und Sportstadtrat Frank Balzer. Herr Balzer begrüßte erstmalig Sportler von dem 1600 km und 21 Autostunden entfernten Brottning Klubb IL Braatt aus Norwegen. Der sportstadtrat begüßte die Schweden vom Klubben BK Envig Lomma- die schon 1985 zu Gast bei den Tegelern waren. Ebenso die benachbarten polnischen Aktiven aus Warschau und Lodz sowie 200 weiteren Teilnehmern aus allen Himmelsrichtungen der Bundesrepublik. Und nachdem dem Berliner Verbandstrainer Marco Mütze die silberne Ehrennadel des Deutschen Ringer Bunds und der fünfzehnjährige Jan Weidemann für 10jährige Mitgliedschaft geehrt worden waren, wurden die Matten frei gegeben.

Auch Reinickendorfs frisch ernannter Bundes-Verdienstkreuz – Träger Dieter Braunsdorf hatte es sich nicht nehmen lassen wieder als Ehrengast bei dem Turnier zu zuschauen. Mit 10 Kampfrichtern und fünf Helfern im Wettkampfbüro unter Leitung der Berliner Bundesliga Kampfrichter Referentin Martina Gebel wurden von 230 Ringerinnen und Ringer auf vier Matten 328 Kämpfe ausgetragen.

Für die Mannschaftswertung bekam Michael Martinke (75kg) die meisten Punkte, jeweils vier Punkte erkämpften bei der weiblichen Jugend Larissa Drews und Josephine Pertenbreiter. Und Clara Becher aus dem Frankfurter Ringerinternat holte als Achte einen punkt Bei der A-Jugend belegte Mick Schrauber in dem internationalen Feld der Teilnehmer einen beachtlichen zweiten Platz und das waren fünf weitere punkte für den VfL Tegel.

Dank der hervorragenden Hallensprecherin Mutter Pertenbreiter, des Computerspezialisten Christian Steppat und der vielen Helferinnen und Helfer am Mattenrand und im Wettkampfbüro , konnte Ringerchef Manuel Fuentes bereits um 16:20 Uhr den SV Luftfahrt Berlin (19 Punkte) als Sieger des Turniers ehren. Den zweiten Platz belegtem die polnischen Ringer aus Lodz (18 Punkte) punktgleich mit dem der Weddinger Ringerverein, der mit einem Schultersieger weniger, Dritte wurden Der VfL Tegel wurde von 45 Vereinen Siebzehnter.
Zwei Titel für Tegel
Bei der Norddeutschen Meisterschaft am Sonntag zeigte Michael Martinke (75kg) bei den Männern im Greco, dass er noch gut mitmischen kann. Drei Kämpfe gewann er mit technischer Überlegenheit und einen Kampf mit einem Punktsieg. Er hatte im Finale gegen einen ehemaligen afghanischen National Mannschaftsringer, der als Flüchtling in Hamburg lebt, schwer zu kämpfen, um nach Punkten zu gewinnen.
Der zweite Tegeler Trainer Marc Gutsche (71kg) hatte sich wohl als Hallensprecher tags zuvor zu sehr verausgabt. Er wurde bei den Männern im Greco Dritter
Obwohl es für die Tegeler Jugendlichen besonders schwer war Norddeutscher Meister zu werden, da ihre Jahrgänge zusammen gefasst wurden, konnte Jan Beckmann (58kg) von der Eliteschule Luckenwalde in der A/B Jugend im Gr.-röm. mit vier Schultersiegen zum ersten Male Norddeutscher Meister werden. Das zweite Ringertalent des VfL Tegel Mick Schrauber, das auch in Luckenwalde ausgebildet wird, wurde Sechster.

Insgesamt kämpften am zweiten Tag des Festivals wieder 180 Ringer, so dass der VfL Tegel an beiden Tagen 410 Teilnehmern und mit noch einmal soviel Besucher gut 800 Gäste im Sportpalast zu versorgen. Der Vorstand bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern, da ohne ihre ehrenamtliche Mitarbeit das Turnier nicht so reibungslos abgelaufen wäre.
H.W.