1. Wolf Cup 2017

Am Samstag veranstaltete der 1. VfL Wolfhagen erstmals ein offenes Ringerturnier. Die Ringer der Männertrainingsgruppe hatten seit längerem an keinem Turnier teilgenommen, deswegen war das die Gelegenheit in der Abgeschiedenheit des Naturparks Habichtswald in Nordhessen das Leistungslevel zu prüfen. Sechs Sportler fuhren in aller Frühe um 04:30 Uhr in Berlin los, um pünktlich über die Waage zu gehen. Der Empfang bei den Wölfen war herzlich und die Gastgeber begegneten uns supersportlich.

Kazhwan startete in der A-Jugend und traf auf zwei Gegner, denen er zwar tapfer entgegen trat, aber schließlich unterlag. Er durfte sich dennoch über eine Bronzemedaille freuen und die gibt ihm bestimmt den Aufwind, sich im Trainingsalltag weiter zu entwickeln.

Anthony war der Star des Tages – so sehen das seine Trainer Jason und Henryk. Sein Auftritt war in allen Kämpfen energisch, explosiv und auf den Sieg gerichtet. So konnte er einen Aufgabesieg und einen Schultersieg für sich verbuchen. Er hat sich die Bronzemedaille verdient.

Jason hat nach längerer Pause wieder das Turnierfieber gepackt. Seine spontane Zusage zum Turnier führte dazu, dass der “Klassiker” fünf Gegnern im freien Stil gegenüberstand. Beinangriffe wurden ihm in zwei Kämpfen zum Verhängnis und er unterlag jeweils wegen technischer Überlegenheit der Gegner. Erfahren und schlau zeigte er den anderen drei Gegnern mit zwei Schultersiegen und einem Punktsieg, was “die Berliner” drauf haben.

Ahmed, Denny und Henryk starteten in der gleichen Gewichtsklasse, jedoch aufgeteilt  in zwei Pools.

Ahmed hatte die A-Karte gezogen und landete im deutlich anspruchsvolleren Pool. Dort konnte er gegen seine Gegner nur wenig ausrichten. Er sammelte neben technischen Wertungen viel Erfahrung und hat gelernt, was Losglück oder in diesem Fall Losunglück bedeutet.

Für Denny war es das erste Turnier als Ringer. Er stellte sich seinen drei Gegnern entschlossen und konnte im ersten Kampf gegen den späteren Zweitplatzierten sogar in Führung gehen. Nasenbluten hat ihn jedoch aus dem Fluss gebracht und er unterlag am Ende auf Schultern. Ein großes Lob gebührt ihm für seinen unbedingten Willen -trotz Verletzung- immer wieder auf die Matte zu gehen. Er landet auf dem sechsten Rang.

Henryk hatte an diesem Tag volles Programm: er war Trainer, Fahrer, Ansprechpartner für den Gastgeber und, na klar, Sportler. Das Losglück war auf seiner Seite und so konnte er mit nur einem Sieg in drei Kämpfen den vierten Platz erringen.

Großer Dank geht an den 1. VfL Wolfhagen. Ihr habt in der malerischen Kulisse von Ofenberg, Stöckeberg und Graner Berg den Grundstein für eine Turnierserie gelegt. Dieser Verein ist eine Reise wert!
von Henryk Halizki